Mittwoch, 04 Oktober 2017 12:16

Salonabend mit Autorin Marie-Luise Schwarz-Schilling

Traumprinzen und Prinzessinnen – nicht nur in Kinderköpfen haben diese Rollenvorstellungen einen festen Platz. Ob bei der Partnerwahl, dem Berufsleben oder der Familienplanung, auch im Leben der Erwachsenen tauchen die Wunschvorstellungen und Weltbilder aus Kindertagen immer wieder auf. Am 10. Oktober 2017 um 19 Uhr liest die Autorin aus ihrem Buch „Kampfplatz Liebe – wieviel Gleichberechtigung verträgt die Partnerschaft?“ und lädt anschließend zur Diskussion zum Thema „Prinzen-Trauma“, Gleichberechtigung und Partnerschaft. Bereits seit vielen Jahren beschäftigt sich die Autorin Marie-Luise Schwarz-Schilling in diesem Zusammenhang mit verschiedenen Streitfragen zwischen Männern und Frauen. In ihrem dritten Buch ergründet sie in einer fiktiven Talkrunde aus verschiedenen Persönlichkeiten mal heiter, mal provokant das Verhältnis zwischen den Geschlechtern, die Frage nach der verantwortungsvollen Rolle der Frauen in einer Partnerschaft und dem Ursprung der weiblichen Suche nach dem Retter, Problemlöser und Traumprinzen.

Zur Person:
Marie-Luise Schwarz-Schilling hat für ihre Generation keine typische Karriere gemacht, schließlich stellte sich die Diplomvolkswirtin als eine der ersten Frauen in Deutschland der weiblichen Unternehmensnachfolge und übernahm die väterliche Akkumulatorenfabrik „Sonnenschein“ mit etwa 1000 Beschäftigten. Ob Equal Pay, Kind versus Karriere oder Frauenquote, die 85jährige Autorin, Mutter, Großmutter und Urgroßmutter Schwarz-Schilling ist den so kontrovers diskutierten Themen der Geschlechterfrage bereits in drei Büchern, Vorträgen und Fachartikeln in den Bereichen Politik, Philosophie und Marktwirtschaft auf den Grund gegangen.

Bereits früh engagierte sie sich für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie der weiblichen Fachkräfte in ihrem Betrieb und unterstützte Frauen darin, ihre Berufstätigkeit auch mit Kindern weiter ausführen zu können. Mit der Ausweitung des internationalen Handels erlebte Sie zur Zeit des Wirtschaftswunders nicht nur das Wachstum ihres Unternehmens, sondern brachte auch technische Innovationen wie den wartungsfreien Bleiakkumulator „dryfit“, der die Weltmarktposition der Fabrik sicherte, auf den Markt. Als Ehefrau des Ex-Postministers Christian Schwarz-Schilling konnte Marie-Luise Schwarz-Schilling zudem Einblicke in die Politik der Bundesrepublik – und dies zur Zeit der Wiedervereinigung – gewinnen und diese in Aufsätzen und Vorträgen über die wachsende Spannung zwischen Wettbewerb und Zufriedenheit in der Gesellschaft verarbeiten. Sie ist aber nicht nur Politikergattin und Unternehmerin, sondern war auch 20 Jahre lang Kommunalpolitikerin und erhielt den Ehrentitel Ratsfrau der Stadt Büdingen. Darüber hinaus war sie Vorsitzende des „Ronneburger Kreises“, einer Vereinigung von Führungskräften in der Wirtschaft. Neben ihrer erfolgreichen beruflichen Karriere schreibt Marie-Luise Schwarz-Schilling Bücher über gesellschaftliche Themen. Im Besonderen interessiert sie dabei die Kommunikation zwischen den Geschlechtern sowie das immer noch seltene weibliche Selbstvertrauen, das die Gleichwertigkeit in Beruf und Partnerschaft behindert. Regelmäßig hält sie auch Vorträge zu diesen Themen. Seit 1992 lebt die Autorin wieder in ihrer ursprünglichen Heimat Berlin. Sie ist seit über 60 Jahren glücklich verheiratet, hat zwei Töchter, vier Enkel und einen Urenkel.

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