Freitag, 19 Oktober 2018 14:33

Rackow-Schule setzt auf gemeinsamen Kulturgenuss

Berlin ist die Hauptstadt der Kultur und verfügt über ein breites und attraktives Angebot an Museen, Theatern und Konzerten. Dennoch sind vor allem die jüngeren Berliner sehr selten in den klassischen Kultureinrichtungen anzutreffen. Diesen „Blick über den Tellerrand“ bietet nun jeden Monat die Rackow-Schule, die ihren Lehrer Jörg Hudak zum Kulturbeauftragten erkoren hat. „Einmal im Monat unternehmen wir als Schule freiwillig einen gemeinsamen Kulturausflug und besuchen gemeinsam mit Lehrern, Schülern und den Schulmitarbeitern eine Kultureinrichtung“, erläutert Dennis Rabensdorf, Geschäftsführer der Rackow-Schule, das Konzept. Der erste Kulturtag führt die Schule am 10. Oktober in die neue Komödie am Kurfürstendamm, die ihren Interimssitz im Schillertheater bezogen hat. „Das weitere Programm steht noch nicht fest, denn jeder darf sich einbringen und einen Vorschlag für die Exkurse machen, egal ob Schüler, Lehrer oder Mitarbeiter“, erläutert Schulleiter und Geschäftsführer Tim Balzer. Zudem ist der Ausflug freiwillig: Teilnehmen muss nur, wer möchte. Ein durch und durch faires Angebot also, zumal der Kulturbeauftragte vorab Gruppentarife vereinbart, die einen kostengünstigen Kulturgenuss ermöglichen. Die Idee hinter den Ausflügen ist neben der Erweiterung des kulturellen Horizonts der Schüler auch, das moderne Konzept der Rackow-Schulen genauso nach Schulschluss weiterzuführen: Der Auftakt im Schillertheater ist nämlich auch ein Teamevent von Lehrern und Schülern. Losgelöst vom Schulalltag bietet sich hier die Möglichkeit, auch mal die „persönliche“ Seite des anderen kennenzulernen und zusammen einen unterhaltsamen Abend zu verbringen. Wenn sich das zunächst auf ein Schuljahr begrenzte Konzept bewährt, kann daraus schnell eine Institution werden. Angesichts von über 50 Theatern und über 175 Museen in Berlin dürfte es an Auswahl nicht mangeln…

Über die Rackow-Schulen

1867 gründete August Rackow die gleichnamige Schule in Berlin. Er wird als Schöpfer des Klassenunterrichts für Erwachsene bezeichnet. Ab 1890 folgen Einrichtungen in Dresden, Köln und in Frankfurt am Main. 1972 erhalten die Rackow-Schulen die staatliche Anerkennung einer Höheren Handels-schule. 1982 wird der „Gemeinnützige Schulverein Rackow-Schule“ als Träger gegründet. Bis 2004 blieb die Schule in der Hand der Rackow-Familie, dann übernehmen die Diplomkaufleute Tim Balzer und Dennis Rabensdorf die Schul- und Geschäftsführung, die Familie Rackow zieht sich aus dem Unternehmen zurück und begleitet die Schule zunächst beratend und dann freundschaftlich. Balzer und Rabensdorf strukturieren die Rackow-Schulen 2004 neu und führen das innovative „Modulkonzept“ im kaufmännischen Bereich ein. Seit 2005 wurden an den Standorten Berlin und Frankfurt verschiedene neue Schulformen etabliert. Hierzu zählen in Berlin die Fachoberschule, die Berufsfachschule (ein-, zwei-, dreijährig) sowie die Berufsoberschule und die Fachschule für Sozialpädagogik. Am Standort Frankfurt existieren neben der Fachoberschule und der Berufsfachschule das Berufliche Gymnasium und die allgemeinbildenden Angebote Realschule und Gymnasium. Seit 2015 ist auch die erste von Balzer und Rabensdorf gegründete Kita in Berlin-Reinickendorf (Heiligensee) in Betrieb. Heute ler-nen über 700 Schüler und ca. 90 Kita-Kinder bei Rackow. Insgesamt werden an allen drei Standorten (Schule und Kita) ca. 150 Mitarbeiter beschäftigt. Im Jahre 2017 erhält die Rackow-Schule Frankfurt die staatliche Anerkennung des Beruflichen Gymnasiums und feiert das 150-jährige Jubiläum. Im Jahr 2018 wird die Fachschule für Pädagogik an der Berliner Rackow-Schule staatlich anerkannt.

Gelesen 37 mal