Montag, 09 Mai 2016 12:27

Ein Drink für alle Fälle

Whiskey, Vodka, Gin – eine gute Spirituose macht aus einem Feierabenddrink einen gigantischen Cocktail und eine gute Location macht aus einem Abend eine großartige Partynacht. Nicht nur Prominente wie der Namensgeber der Bar wissen das – auch die beiden Betreiber des neuen Sharlie Cheen in Mitte, The Ahn Nguyen und Dustin Render, wissen einen guten Tropfen in stylischer Atmosphäre zu schätzen.

 Das Sharlie Cheen in Mitte bietet Feierwütigen ein stilvolles, erwachsenes Ambiente

Whiskey, Vodka, Gin – eine gute Spirituose macht aus einem Feierabenddrink einen gigantischen Cocktail und eine gute Location macht aus einem Abend eine großartige Partynacht. Nicht nur Prominente wie der Namensgeber der Bar wissen das – auch die beiden Betreiber des neuen Sharlie Cheen in Mitte, The Ahn Nguyen und Dustin Render, wissen einen guten Tropfen in stylischer Atmosphäre zu schätzen.

Auf knapp 200 Quadratmetern haben die beiden erfahrenen Gastronomen einen erwachsenen Cocktail-Hotspot geschaffen, der mit einem ausgeklügelten Beleuchtungs-konzept und interessanten Design-Elementen lockt. So ist die weltweit einzigartige und eigens für die Bar angefertigten Decke aus 1.000 hexagonal geformten Waben ein echter Hingucker und bei der Betrachtung der Tape Art in 3D-Optik, die von den Berliner Kultkünstlern „Klebebande“ entworfen wurde, wird die Wandfläche zum dreidimensionalen Raum. Ihre Tape Art schmückt übrigens auch die Büros von Google, Converse und Audi – im Sharlie Cheen trägt sie dazu bei, den Feierfreudigen eine neue Art des Ausgehens zu bieten. Die teilbare Bar, die je nach Bedarf verkleinert oder vergrößert werden kann, gliedert sich in drei Bereiche: der Eingangsbereich um die große „Grand Bar“ empfängt die Besucher, an sie schließt die „Tape Art Lounge“ im hinteren Bereich an. Ganz hinten erwartet die Gäste die „Wall of Stars“ mit Fotos von Prominenten und illustren Partygästen und einer separaten Bar. „Wir fanden es langweilig, dass alle Bars mittlerweile das gleiche Vintagekonzept verfolgen“, erklärt Dustin Render. Sein Partner The Ahn Nguyen fügt hinzu: „Außerdem war es uns wichtig, ein bisschen den Zeitgeist widerzuspiegeln. Wir wollen gute Drinks, eine stylishe Location und gute Musik in einer lockeren Atmosphäre vereinen – gute Qualität und viel Spaß, das ist für uns kein Widerspruch.“ Für Abwechslung sorgen verschiedene Events wie z.B. die ursprünglich aus New York stammenden Day Parties, eine Kombination von Brunch und Party, die gemeinsam mit dem Veranstalter „Sorry Mama“ angeboten werden.

Die Karte, auf der sich über 250 verschiedene hochwertige Spirituosen und 10 vorgegebene Cocktails finden, lädt dazu ein, die Geschichte des fiktiven Playboys Sharlie Cheen, geboren im Jahr 1915, irgendwann im August, irgendwo in Europa, ein wenig genauer zu studieren. „Unser Ziel war es, ein Konzept zu schaffen, das die Leute anspricht und dazu animiert, neue Sachen auszuprobieren“, erklärt Render. „Auf unserer Karte finden sich keine Standard-Cocktails, aber dafür neben einigen bekannten Klassikern, die wir ein wenig abgewandelt haben, auch unbekanntere Cocktails wie zum Beispiel der Negroni. Im Original trinkt man diesen mit Wermuth – wir haben dem lange verschollenen und eigentlich etwas bitteren Klassiker ein wenig mehr Süße verliehen und unter dem Namen `Goodbye, Motherfucker´ zu einem unserer Signature-Drinks gemacht“, lacht Render. Die Barkeeper beraten zudem ihre Gäste und mixen je nach Geschmack den passenden Drink. Kreativitiät zeigen die beiden auch bei den Zutaten: „Wir bieten Geschmackserlebnisse an, die auch für Cocktail-Profis neu und ungewöhnlich sind“, führt Nguyen weiter aus. „Zum Beispiel infusieren wir unseren Gin mit den verschiedenen Kräutern selbst, was sehr zeitaufwändig ist und daher meistens nur in kleinen Edelbars funktioniert. Auch unsere Sirups kochen wir eigenständig und bieten so unterschiedliche und spannende Kombinationen wie Himbeer-Thymian, Zitronengras oder auch Gurke-Minze. Oft werden wir gefragt: Basilikum? Rosmarin? Schmeckt das denn? Ja, auch wenn diese Gewürze typischerweise eher im Essen als in guten Drinks zu finden sind, kitzeln sie dennoch ein interessantes Geschmackserlebnis aus dem Gaumen.“

The Ahn Nguyen und Dustin Render sind bereits seit über zehn Jahren erfolgreich in der Gastronomieszene Berlins tätig. Nach ihrem Einstieg als Partyveranstalter konnten die beiden als Clubmanager unter anderem in der China Lounge, dem Café Moskau und im E4 Erfahrungen sammeln. Seit 2013 betreiben Render und Nguyen das E4 am Potsdamer Platz als Partylocation und Veranstaltungsort. Im August 2015 folgte das Sharlie Cheen.

Auszug aus der Cocktailkarte„The Diary of Sharlie Cheen“

Mr. Sharlie Cheen

Believe it or not, but in the late 30s I won the Pulitzer Prize for poetry. “His signature alone is exciting enough that you will not get bored after reading it for 8 hours without a break.” – Or something like that they said on stage. Which is nothing compared to the lifetime achievement award which I received twice.

Makers Mark, Angostura Bitters, Intense Ginger, Lemon Twist

10 €

***

In Thyme

I never wore a watch in my life, simply because time is always on my side.

Tanqueray Gin, Lime Juice, Sugar, Homemade Rasperry Thyme Syrup

10 €

***

Goodbye, Motherfucker!

1960 has been an ugly year. So much pain to endure and so much trouble to deal with. “Goodbye, motherfucker!” the last words she told me before she went off with that guy from New York. Never saw her again. But I found a way to deal with the situation.

Tanqueray Gin, Campari, Benedictine Dom, Orangetwist

9 €

 

 

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