Freitag, 30 Oktober 2020 08:30

Brennstoffemissionshandelgesetz und Heizkosten: mangelnde Energieffizienz kostet bis zu 2 € pro Quadratmeter

Im Rahmen des Klimapakets der Bundesregierung tritt ab dem 1. Januar 2021 das „Gesetz über einen nationalen Zertifikatehandel für Brennstoffemissionen” oder auch Brennstoffemissionshandelsgesetz (BEHG) in Kraft. Die damit einhergehende Kohlenstoffdioxid-Bepreisung auf in Umlauf gebrachte fossile Brennstoffe betrifft ca. 3.500 Unternehmen in Deutschland aus den Bereichen Erdgas, Flüssiggas, Heizöl und Diesel- & Otto-Kraftstoffe. Der Handel mit fossilen Brennstoffen ist in einer Übergangsphase bis 2025 über den Verkauf von Zertifikaten mit einem gestaffelten Festpreis von bis zu 55 € pro Tonne CO2 geregelt. Ab 2026 werden die Zertifikate dann per Auktion vergeben, wobei für das erste Jahr ein Preiskorridor von 55-65 €/Emissionszertifikat und Tonne CO2 festgelegt wurde. Ob auch in den Folgejahren ein Preiskorridor angesetzt wird, ist derzeit nicht entschieden. Auf die Heizkosten berechnet steigen diese bei Verwendung fossiler Brennstoffe somit bis 2025 um bis zu 1,19 € pro Quadratmeter. Diskutiert wird zudem die Begrenzung der Umlagefähigkeit auf 50 %, sodass auch Vermieter einen Teil der Mehrkosten tragen müssten. Durch das Gesetz sollen energieeffiziente und klimaneutrale Gebäudetypen sowie die Nutzung erneuerbarer Energien gefördert werden.

 „Die monatlichen Mehrkosten für nicht klimaneutrale Gebäude liegen 2021 in einer Preisspanne pro Quadratmeter von 0,03 € bei Erdgas und 0,54 € bei Heizöl“, erklärt Raik Oliver Heinzelmann, Vorstand der IGP Advantag AG, und ergänzt: „2025 betragen allein die CO2-bedingen Mehrkosten pro Quadrat-meter 0,08 € bei Erdgas und bis zu 1,19 € bei Öl. Zudem profitieren effiziente Gebäude von deutlich geringeren Heizkosten durch weniger Verbrauch. Noch nicht einberechnet sind die langfristigen volkswirtschaftlichen Kosten des Klimawandels. Der Bau CO2-neutraler und energieeffizienter Immobilien ist somit nicht nur gesellschaftlich, sondern auch wirtschaftlich notwendig.“

 Um die Erweiterung des Handels mit Emissionsrechten auf die Immobilienbranche zu reagieren, hat die IGP Advantag AG ihr Team durch Handelsspezialisten für Emissionszertifikate, insbesondere von EUAs (European Union Allowances), CERs (Certified Emission Reductions), ERUs (Emission Reduction Units) und VERs (Verified Emission Reductions), verstärkt – schließlich sollen zukünftig auch die CO2-Emissionen der Immobilienbranche nach diesem System gehandelt werden. Die IGP Advantag AG führt bereits heute bilaterale Eigengeschäfte durch und verfügt über ein weltweites Handelspartner-Netzwerk.

 Dass die IGP Advantag AG auch im Bereich der Projektentwicklung als Vorreiter der Nachhaltigkeit gilt, zeigt sich auch an aktuellen gewerblichen Entwicklungen wie dem Niedrigenergie-Quartier Hegauer Weg, unweit des Verwaltungs- und Einkaufsstandortes Teltower Damm am S-Bahnhof Zehlendorf. Hier plant die IGP Gruppe auf einem 9.400 qm großen Grundstück, das bisher eine Autowerkstatt beherbergt, den Bau des Niedrigenergie-Gewerbeensembles „greenovation campus“. Die zwei viergeschossigen Gebäude werden über rund 15.400 qm BGF verfügen und Platz für etwa 600 Arbeitsplätze bieten. Im Hinblick auf die Nachhaltigkeit soll das Gebäudeensemble als CO2-neutral betriebenes Holz-Hybrid im Passivhausstandard errichtet werden. „Durch unsere innovative und energiesparende Bauweise ergibts sich im Jahr 2025 ein Kostenvorteil für Mieter im Gegensatz zur klassischen Ölheizung von rund 2 € je qm Mietfläche und auch der Kostenvorteil gegenüber der Erdgasheizung liegt bei immerhin 1 € je qm“, hat Heinzelmann kalkuliert. Dank einer Tiefgarage mit Lademöglichkeit für E-Autos und E-Bikes sowie verschiedener Sharing-Systeme reduzieren sich zudem die Mobilitäts-Kosten und -Emissionen des Unternehmens und der Mitarbeiter. „Energieeffizient ist also nicht nur ein Imagegewinn, sondern ein echter Kostenvorteil“, fasst Heinzelmann zusammen.

Damit nicht nur gewerbliche Mieter, sondern auch Wohnungs- und Hausbewohner in den Vorteil geringer Mietkosten kommen, entwickelt die IGP Advantag AG mit ihrem Tochterunternehmen IGP Projekt GmbH derzeit das vernetzte Quartier „Bernsteinwiese“ in Oranienburg, das als CO2-neutrales und soziales Musterquartier als Prototyp für das Quartier der Zukunft dienen kann.

 

Über die IGP Advantag AG:

Die in Geldern ansässige IGP Advantag AG (ISIN: DE000A1EWVR2, WKN: A1EWVR), ist ein international tätiger Dienstleister für Immobilienentwicklung, Emissionshandel und Mikrofinanzierung. Ihre Wertschöpfungstiefe reicht von der Initiierung von Immobilien-Projekten über die gesamte Realisierungskette bis hin zu Verkauf und Inbetriebnahme, wobei das Dienstleistungsportfolio von der Generealplanung über die Projektsteuerung, die Durchführung und Bauleitung sowie die Objekt- und Qualitätsüberwachung reicht. Die IGP Advantag AG ist sowohl für externe Auftraggeber tätig, wie z. B. für Behörden und andere staatliche Akteure, als auch in der Entwicklung eigener Projekte aktiv, die im Bestand verbleiben oder an Fonds veräußert werden. Der Fokus liegt auf den urbanen Ballungszentren Deutschlands, Europas und der Welt. Die Schwerpunkte der Investitionstätigkeit liegen auf Bildungs- und Gesundheitsimmobilien, grünen Büroimmobilien und relevanten Infrastrukturprojekten wie Flughäfen, Bahnhöfen und Logistik.

 Als hoch spezialisierter Dienstleister in der Immobilienrealisierung setzt die IGP Advantag AG auf die eigene BIM-Software [überbau], die vom Prozessmanagement über das Projektcontrolling, das BIM-Management, die Teamarbeit sowie das Dokumenten- und Rechtemanagement reicht. Ein weiterer wichtiger Unternehmensinhalt ist Nachhaltigkeit. So legt die IGP Advantag AG besonderen Wert auf Klimaschutz, Green Building und Emissionshandel. Dabei investiert das Unternehmen mit Projekten wie dem „Greenovation Campus“ auch selbst in CO2-freie Gebäude.

 Die Vertiefung der Wertschöpfungskette und die Erschließung neuer Partnerschaften und spannender Projekte erfolgt über das hervorragende Netzwerk der IGP Advantag AG: Zur Sicherung der Ertragskraft und der eigenen Qualitätserfordernisse gehören zahlreiche qualifizierte Dienstleister zum Portfolio der IGP-Gruppe, darunter die auf nachhaltige Architektur spezialisierten SAA Schweger Architekten, das Mikrofinanzinstitut Auximio AG sowie der Klimaschutz-Dienstleiser advantag Service GmbH. Durch die Einbringung der Tochterunternehmen IGP PROJEKT GmbH, IGP Ingenieur AG, IGP TECHNIK AG sowie IGP INTERNATIONAL CONSULTING AG unter das Dach der IGP Advantag konnte die fundierte Marktkenntnis gesichert und ein einzigartiger Dienstleister kreiert werden. Weitere Zukäufe und strategische Partnerschaften sind beabsichtigt, u.a. im Wachstumsmarkt Coworking.

Diese Pressemitteilung sowie die darin enthaltenen Informationen stellen weder in der Bundesrepublik Deutschland noch in einem anderen Land ein Angebot zum Verkauf oder eine Aufforderung zum Kauf von Wertpapieren der IGP Advantag AG dar. Eine die Aktien der Advantag Aktiengesellschaft betreffende Investitionsentscheidung sollte ausschließlich auf der Basis der geprüften Jahresabschlüsse sowie des gebilligten Wertpapierprospektes erfolgen, der unter https://www.igp-advantag.ag/finanzberichte veröffentlicht worden ist.

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