Dienstag, 31 Mai 2016 12:19

Brand im ehemaligen Hotel Bogota

 

Nach dem Brand im Dachstuhl des denkmalgeschützten Hauses an der Schlüterstraße 45 (ehemaliges Hotel Bogota) am 27. Mai schlägt nun die Stunde der Gutachter. Diese sollen den genauen Schaden beziffern und die Brandursache final bestätigen. Der Eigentümer des Hauses, Dr. Thomas Bscher, geht davon aus, dass der Brand beim Verschweißen von Teerpappe auf dem Flachdach im hinteren Gebäudeteil oberhalb des fünften Stockwerks ausgebrochen ist. Die vierte und fünfte Etage sind von der Modefirma Wunderkind angemietet worden, die Ateliers und Lagerflächen für die Kollektionen befinden sich allerdings im nicht von dem Feuer betroffenen vierten Stock. „Eigentlich ist die Sanierung des Hauses Schlüterstraße 45 bereits seit April 2016 abgeschlossen. Allerdings hatten wir in der 5. Etage im hinteren Flachdachbereich Feuchtigkeit festgestellt und der Bauleiter, Christian Kumbernuß, hat sich daraufhin entschlossen, das Flachdach öffnen zu lassen, damit wir das Dach auf Dichtigkeit kontrollieren können. Da es keine Hinweise auf eine Undichtigkeit gab, sollten die Dachdecker die Dachfläche wieder verschließen. Das geschieht wie bei anderen Flachdächern auch durch das heiße Verkleben von Dachpappe. Unseren Erkenntnissen zufolge haben diese Verklebungsarbeiten am 27. Mai den Brand ausgelöst“, fasst Dr. Bscher das Unglück zusammen. „Dank des schnellen und beherzten Einsatzes der Feuerwehr, der ich an dieser Stelle sehr herzlich danken möchte, konnte der Brand schnell unter Kontrolle gebracht und gelöscht werden. Glücklicherweise konnten sich auch alle Menschen frühzeitig aus dem Gebäude retten, sodass niemand gefährdet wurde. Wir bauen nun in den kommenden Tagen ein Gerüst auf und in acht Wochen werden wir voraussichtlich die feuerbedingten Schäden behoben haben. Allerdings müssen wir nun noch prüfen, welche Schäden der Löschschaum verursacht hat, wobei die Feuerwehr etwa Computer und Technik durch Planen geschützt und das Löschwasser mittels Barrieren wieder aus dem Haus geleitet hat. So konnte Schlimmeres verhindert werden. Trotzdem sind Feuchtigkeitsschäden etwa an den Parkettböden nicht ausgeschlossen, daher müssen eventuell Trockner aufgestellt oder beschädigte Parkettböden ausgetauscht werden“, so Dr. Bscher.

Dr. Thomas Bscher: „In acht Wochen sind die Schäden des Feuers behoben“

Nach dem Brand im Dachstuhl des denkmalgeschützten Hauses an der Schlüterstraße 45 (ehemaliges Hotel Bogota) am 27. Mai schlägt nun die Stunde der Gutachter. Diese sollen den genauen Schaden beziffern und die Brandursache final bestätigen. Der Eigentümer des Hauses, Dr. Thomas Bscher, geht davon aus, dass der Brand beim Verschweißen von Teerpappe auf dem Flachdach im hinteren Gebäudeteil oberhalb des fünften Stockwerks ausgebrochen ist. Die vierte und fünfte Etage sind von der Modefirma Wunderkind angemietet worden, die Ateliers und Lagerflächen für die Kollektionen befinden sich allerdings im nicht von dem Feuer betroffenen vierten Stock. „Eigentlich ist die Sanierung des Hauses Schlüterstraße 45 bereits seit April 2016 abgeschlossen. Allerdings hatten wir in der 5. Etage im hinteren Flachdachbereich Feuchtigkeit festgestellt und der Bauleiter, Christian Kumbernuß, hat sich daraufhin entschlossen, das Flachdach öffnen zu lassen, damit wir das Dach auf Dichtigkeit kontrollieren können. Da es keine Hinweise auf eine Undichtigkeit gab, sollten die Dachdecker die Dachfläche wieder verschließen. Das geschieht wie bei anderen Flachdächern auch durch das heiße Verkleben von Dachpappe. Unseren Erkenntnissen zufolge haben diese Verklebungsarbeiten am 27. Mai den Brand ausgelöst“, fasst Dr. Bscher das Unglück zusammen. „Dank des schnellen und beherzten Einsatzes der Feuerwehr, der ich an dieser Stelle sehr herzlich danken möchte, konnte der Brand schnell unter Kontrolle gebracht und gelöscht werden. Glücklicherweise konnten sich auch alle Menschen frühzeitig aus dem Gebäude retten, sodass niemand gefährdet wurde. Wir bauen nun in den kommenden Tagen ein Gerüst auf und in acht Wochen werden wir voraussichtlich die feuerbedingten Schäden behoben haben. Allerdings müssen wir nun noch prüfen, welche Schäden der Löschschaum verursacht hat, wobei die Feuerwehr etwa Computer und Technik durch Planen geschützt und das Löschwasser mittels Barrieren wieder aus dem Haus geleitet hat. So konnte Schlimmeres verhindert werden. Trotzdem sind Feuchtigkeitsschäden etwa an den Parkettböden nicht ausgeschlossen, daher müssen eventuell Trockner aufgestellt oder beschädigte Parkettböden ausgetauscht werden“, so Dr. Bscher.

Der Eigentümer des als Hotel Bogota bekannten Hauses hatte das für 12 Millionen Euro denkmalgerecht sanierten Baudenkmal erst Ende Januar 2016 nach rund zweijähriger Bauzeit der Öffentlichkeit vorgestellt. Mit dem Atelier der Modefirma Wunderkind von Wolfgang Joop (Ende Januar) und der David Borck Immobiliengesellschaft (Einzug Anfang März) zogen wenig später die ersten Mieter ein. Mittlerweile ist das Haus fast vollständig vermietet, wobei sich die ursprünglich an das Modelabel 14 OZ vergebenen Ladenflächen im rechten Gebäudeteil ebenfalls wieder in der Vermietung befinden.

Chronik zur Schlüterstraße 45

- Erwerb des Hauses Schlüterstraße 45 / Ecke Kurfürstendamm durch Dr. Thomas Bscher im Frühjahr 2005
- November 2006: Sanierung von Dach und Fassade
- Ende 2013: Schließung des Hotel Bogota
- Sanierung zwischen Anfang 2014 und März 2016
- Einzug der Mieter zwischen Januar und März 2016

Fakten zum Gebäude
- Denkmalgeschütztes Gebäude
- 8 Büroflächen zwischen 370 und 550 qm sowie 2 Einzelhandelsflächen im EG
- Gesamtfläche knapp 4.000 qm
- Sanierungskosten ca. 12 Millionen Euro
- Erhalt vieler Original-Elemente wie z.B. Sanierung und Erhalt der historischen Aufzugsverkleidung, Ergänzung und Rekonstruktion alter Stuckelemente an den Decken und Ornamente an den Wänden.
- Freilegung und z.T. Rekonstruktion zahlreicher denkmalgeschützter Elemente wie z.B. des Lichthofs, des Yva-Atelierzimmers und des Hinkel-Zimmers
- Ausstattung: Vollflächiger Parkettboden, Kühl- und Heizkonvektoren, CAT-7-Verkabelung mit Servertechnik, Teeküche und Dusche

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