Donnerstag, 17 November 2016 15:07

10jähriges Jubiläum für das Gubener PLASTINARIUM

Im November 2006, vor genau 10 Jahren also, gründete der Arzt und Wissenschaftler Dr. Gunther von Hagens im brandenburgischen Guben sein PLASTINARIUM. In den aufwendig renovierten, historischen Gebäuden einer ehemaligen Tuchmacherei erhalten die Besucher seitdem auf 3.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche umfassende Einblicke in das von Dr. Gunther von Hagens entwickelte Verfahren der Plastination und in die Anatomie von Mensch und Tier. Von hier aus werden die Exponate in die ganze Welt verschickt – entweder als Teil der acht KÖRPERWELTEN, der zwei KÖRPERWELTEN der Tiere-Ausstellungen und des 2015 eröffneten Berliner Menschen Museum oder als Exponat für Universitäten und Kliniken. Aber auch in Guben können die Besucher viele aufregende Ausstellungsstücke betrachten und auch direkt die Herstellung der Plastinate verfolgen. Zum Besuchertag am 18. November werden den Besuchern in Guben drei ganz besondere Plastinate präsentiert: Zum einen wird für wenige Tage das berühmte „Pferd mit Reiter“, das zuvor in New York zu sehen war und anschließend nach Stuttgart weiterreist, in der Ausstellung zu sehen sein. Außerdem gibt es das erste Mal den Löwe „Icke“ zu sehen, der gerade ein Oryx reißt, sowie einen fast 5 Meter großen Weißen Hai, der eine Robbe fängt. Einen Tag zuvor, am 17. November, können bereits geladene Gäste aus Wirtschaft, Politik und Medien die Führungen durch die Schaffensstätte von Dr. Gunther von Hagens erleben.

„Wir haben in den letzten zehn Jahren die Gebäude der ehemaligen Gubener Tuchmacherei nicht nur zur Anfertigung der Plastinate genutzt, sondern auch einen Wissenschaftsstandort geschaffen. Im PLASTINARIUM können sich anatomiebegeisterte Laien informieren und Studenten oder Menschen in medizinischen Ausbildungsberufen bei Workshops und Anatomiekursen auf ihre zukünftigen Berufe vorbereiten“, erklärt Rurik von Hagens, der die Position des Geschäftsführers der Gubener Plastinate von seinem Vater übernommen hat, und ergänzt: „Einen Blick hinter die Kulissen unserer Arbeit bieten wir den Besuchern anlässlich unseres Jubiläums am 18.11. bei geführten Touren. Und wir öffnen an diesem Tag auch Türen zu Orten, zu denen die Besucher sonst nicht gelangen“. So wird an diesem Tag zum Beispiel auch die riesige Großtiersäge präsentiert, auf der in Guben der erste Elefant in Scheiben gesägt wurde. Zum Besuchertag am 18.11. zahlen die Besucher des PLASTINARIUMs nur den halben Eintrittspreis (6 Euro).

Bei den exklusiven Führungen durch das PLASTINARIUM am 18.11. bekommen die Gäste eine kurze Einführung in die Anatomiegeschichte und können sich in der Lernwerkstatt an Modellen und Plastinaten sowie mit Computern und Bildern über den Körper und seine Funktionen informieren. Ein Höhepunkt der Führung ist sicherlich der Besuch in der Anatomischen Präparation, in der spezialisierte Präparatoren die Körper für die Plastination vorbereiten. Zum Schluss präsentiert die Ausstellung weitere Ganzkörper-, Silikon- und Scheibenplastinate. Dabei sind in der Galerie auch Ausschnitte aus der KÖRPERWELTEN der Tiere- Ausstellung zu sehen, wie zum Beispiel zwei Giraffen in voller Lebensgröße oder eine Rumpfscheibe vom Elefanten. Und auch im Schauraum sind zahlreiche Einzel- und Knochenpräparate sowie Ganzkörperplastinate von Mensch und Tier zu sehen.

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